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St. Agatha - Kirchenrundgang

 

Liebe Besucherinnen, liebe Besucher!

Sie haben sich die Zeit genommen für einen Rundgang durch unsere schöne neugotische Pfarrkirche. Die Bildnisse aus zahlreichen Kunstepochen zeigen Ihnen, dass die Kirche auch heute lebendig ist. Nutzen Sie die Gelegenheit für Gebet und Stille. Beim Anzünden einer Kerze können Sie ihre Anliegen und Bitten vor Gott und seine Heiligen hinbringen. Wenn Sie ausführlichere Informationen erhalten möchten, können Sie entsprechende Lektüre im Pfarrbüro neben der Kirche erhalten.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete, gute Zeit

Ihr Pfarrgemeinderat an St. Agatha

 

Regelmäßige Gottesdienste finden in dieser Kirche statt:

samstags 18.00 Uhr, sonntags 8.30 Uhr und 11.00 Uhr, dienstags 18.30 Uhr, mittwochs  8.30 Uhr, freitags 8.30 Uhr

Weitere Gottesdienste werden in der St.-Antonius-Kapelle, in der Kapelle des St. Agatha-Domizils und in der St.-Georg-Kirche gefeiert.

 

Herzlich Willkommen

in der St.-Agatha-Kirche zu Epe

Zur Geschichte: An der Stelle der heutigen Kirche befand sich eine erstmals 1188 urkundlich erwähnte Pfarrkirche (Essen - Werdener - Heberollen). Sie erfuhr im 15. Jahrhundert gotische und um 1740 barocke Umbauten. Durch einen Großbrand in Epe wurde die Kirche im Oktober 1882 stark in Mitleidenschaft gezogen, so dass ein Neubau beschlossen wurde.
Im Jahr 1884 begann der Kirchenneubau. Als er am 12.07.1886 nahezu fertiggestellt war, stürzte der Kirchturm ein, da dessen Bau unsachgemäß ausgeführt worden war. Dadurch zogen sich die Baumaßnahmen an der Kirche in die Länge. 1892 konnte die Weihe des Rohbaues erfolgen. Reparaturen erfolgten 1934 und in den 1950er Jahren, wobei die Malereien im Inneren der Kirche entfernt wurden. Ein Bild des Hl. Benedikt von Nursia (Überbleibsel der ehemaligen Malereien) befindet sich heute noch hinter dem oberen Teil der Kanzel. Weitere Renovierungsarbeiten erfolgten in den Jahren 1976 und 2010. Das Bauwerk dieser Kirche hat eine Länge und Höhe von ca. 63 Metern nach gotischem Maß. (Eine Kurzfassung des Kirchbaus befindet sich außen an der Nordseite der Kirche auf einem Bronze-Relief).

 

Statistisches zur Pfarrei: Die Pfarrei St. Agatha in Epe umfasst ca. 11.000 katholische Christen. Im Laufe eines Jahres finden im Durchschnitt 70 Taufen,
35 Hochzeiten/ Silber/ Goldhochzeiten und ca. 110 Beerdigungen statt.

 

Rundgang durch die Kirche: Beim Betreten der Kirche durch den Werktagseingang fällt der Blick zunächst auf die Figur der Hl. Agatha, der Pfarrpatronin. Im Sockel dieser Figur befindet sich ein Reliquiar mit Reliquien dieser Heiligen. Es folgt der Blick auf den Altar der „Immerwährenden Hilfe“, der Muttergottes - eine echte Ikone aus dem 19. Jahrhundert. Oberhalb dieses Altares befindet sich ein historistisches Fenster, der Hl. Maria mit dem Jesuskind.

 

Der Hochaltar stammt aus den 90-er Jahren des 19. Jahrhunderts. In seinen unteren Nischen sehen wir an der Vorderseite sechs und an den Seiten je drei vollplastische Darstellungen der zwölf Apostel mit ihren Attributen. 2006 wurden die Original-Tabernakeltüren aufgefunden, restauriert und wieder eingesetzt. Vor den sechs Arkaden-Öffnungen stehen Sandsteinfiguren, in denen man  folgende Heilige erkennen kann: Hl. Augustinus, Hl. Barbara von Nikomedien, Hl. Elisabeth von Thüringen, Hl. Klara von Assisi, Hl. Ludgerus und der Hl. Thomas von Aquin (alphabetische Aufzählung)
Den oberen Abschluss des Hochaltares bildet die Kreuzigungsgruppe mit der Hl. Maria und dem Hl. Johannes unter dem Kreuz. Besonders beeindruckend sind die bunten historistischen Kirchenfenster des Chores, insbesondere dann, wenn die Sonne ihre Farben zum Leuchten bringt. Im hinteren Chorraum sind rechts und links die beiden Apostelfürsten Petrus (mit Schlüssel und Hahn) und Paulus (mit Schwert und Buch) zu erkennen. Sie stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

 

Der Kirchenmittelpunkt ist der neue Zelebrations-Altar, der bei der Renovierung im Jahre 2010 in der Vierung seinen Platz fand. Er ist geschaffen aus spanischem Sandstein. Die Holzelemente am Altar und am Ambo sind u. a. den ehemaligen Kommunionbänken entnommen. Der Altar birgt Reliquien des Hl. Konrad von Parzham (Altötting) und des Hl. Karl Lwanga und seiner Gefährten (Uganda). Oberhalb des Altares sehen Sie ein altes massives Holzkreuz mit einer eindrucksvollen Christus-Darstellung. An den Säulen der Vierung sind die Skulpturen der Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes angebracht.

 

Die Orgel wurde im Jahre 1980 von der Orgelbaufirma Romanus Seifert/Kevelaer geschaffen. Dies dreimanualige Instrument umfasst 44 klingende Register mit ca. 3300 Pfeifen. Die Spieltraktur ist mechanisch, die Registertraktur elektrisch zu bedienen; eingeweiht wurde sie am 21.12.1980. Neben dem Eingang zur Sakristei sehen sie den Hl. Antonius von Padua (im Sockel ein Ostensorium mit seinen Reliquien). Die Beichtzimmer der Kirche - gefertigt aus dem alten Holz des Jahres 1898 - sind im Zuge der Innenrenovierung 1977/1978 den heutigen Erfordernissen für Beichtgespräche angepasst.

 

Beim weiteren Rundgang in der Kirche fällt der große Kreuzweg mit traditionell 14 Stationen auf. (Beginnend mit der 1. Station in der Nähe des Werktagseinganges). Dieser Kreuzweg ist ein Werk der sogenannten „Stummel-Schule“ aus Kevelaer im Nazarener-Stil.

 

Seitlich im Turm sehen Sie eine Martersäule aus dem frühen 16. Jahrhundert. Eine Nachbildung befindet sich auf dem Platz südlich der Kirche. Die Säulen zeigen Motive aus der Passion (Leiden) Jesu. Die Statue des Hl. Josef ist eine  Holzschnitzarbeit neugotischer Zeit. Der daneben befindliche Josefs-Altar zeigt links die Grablegung des Hl. Josef und rechts die Hl. Familie bei der Arbeit. In einer Glasvitrine daneben wird ein Buch aufbewahrt, das die Namen der im 2. Weltkrieg gefallenen und vermissten Soldaten enthält - zum betenden Gedenken.

 

Der Taufstein - im Schnittpunkt des Haupt- und der beiden Seiteneingänge - ist romanischen Stils. Er stammt aus dem letzten Viertel des 12. Jahrhunderts, der schützende Deckel ist neugotisch. Die lateinische Inschrift lautet übersetzt „Ich gieße über euch reines Wasser und reinige euch von allen Unreinheiten“.

 

Die beiden Figuren am Eingang zur Turmkapelle sind: rechts „Herz-Marien“und links „Herz-Jesu“. In der Kapelle rechts sehen Sie ein Vesperbild - auch Piéta genannt -, ein Kunstwerk des 17. Jahrhunderts: Maria hält ihren toten Sohn auf ihrem Schoß. Gegenüber sind die Schutzpatrone der hiesigen Schützengilden/Vereine an der Wand angebracht: Hl. Hubertus, Hl. Georg, Hl. Katharina von Alexandrien und Hl. Agatha. Über allen steht der siegreich auferstandene Christus (Barockstil).

 

Oberhalb des Hauptportales befindet sich das St. Agatha-Fenster.

 

In der nächsten Seitennische ist vor Kopf die in der Pfarrei besonders verehrte Muttergottes mit dem Kind zur Verehrung und zum Gebet aufgestellt. Zur Linken sehen Sie den Marienaltar mit Relief-Bildern der „Verkündigung Mariens“ und „Maria begegnet Elisabeth“.

 

Direkt gegenüber hat ein Kunstwerk der eingestürzten Vorgängerkirche seinen Platz erhalten. Es ist ein Bild aus dem ehemaligen Hochaltar mit der Darstellung der Geburt Christi (18. Jahrhundert).

 

An den hinteren Seitenausgängen befinden sich Weihwasserbecken mit Figurenkonsolen aus dem Jahr 1892. Man erkennt einen angeketteten drachen-köpfigen Dämon. Das Bekreuzigen mit dem Weihwasser soll uns an die Rettung durch die Heilige Taufe erinnern und die Macht des Bösen vertreiben.

 

Die Kanzel stammt aus dem Jahre 1897; an ihrer Brüstung befinden sich die Figuren der vier Evangelisten. Der Deckel (Schalldeckel) trägt an der Unterseite eine Taube, Sinnbild des Hl. Geistes. Im oberen Teil befinden sich sechs musizierende Engel.